Neubau für Generationen - Mehrgenerationenhaus in Bad Oeynhausen

4-geschossiger Bau für soziale Mischnutzung
4-geschossiger Bau für soziale Mischnutzung
Energetische Qualifizierung auf KfW-55-Standard
Energetische Qualifizierung auf KfW-55-Standard
Ansicht Osten
Ansicht Osten
Visualisierung Ansicht Weserstraße
Visualisierung Ansicht Weserstraße
Holzkonstruktion aus Brettsperrholz
Holzkonstruktion aus Brettsperrholz
Gesamtaufsicht Mehrgenerationenhaus mit Kiga
Gesamtaufsicht Mehrgenerationenhaus mit Kiga
Aufsicht Mehrgenerationhaus mit Zufahrtsbereiche
Aufsicht Mehrgenerationhaus mit Zufahrtsbereiche
Multifunktionaler Saal mit Trennwänden
Multifunktionaler Saal mit Trennwänden

Zwischen einer Rehaklinik aus den 90er Jahren und einem 80-Betten-Altenheim, entsteht mitten in Bad Oeynhausen in Anbindung an das Naherholungsgebiet, das Johanniter-Carrè „Oeynhausener-Schweiz“. Vor dem Krieg befand sich auf dem Grundstück Weserstr.24 das erste Krankenhaus von Bad Oeynhausen, nach dem Krieg bis in die 90er Jahre produzierte hier die Schuhfabrik Schröder, 2012 abgerissen wurde.

 

Die Aufgabenstellung unseres Bauherren, die Johanniter Unfallhilfe Regionalverband Minden-Ravensberg, war es, unterschiedlichste Nutzungen mit verschiedenen Anforderungen unter Berücksichtigung eines Nachhaltigkeitskonzeptes, (hier bezogen auf die Nutzung, die Art der Bauweise sowie der zukünftigen, laufenden Betriebskosten) zu realisieren. Dies alles in einem eng gesteckten Budget für eine soziale Nutzungsmöglichkeit mit einer zeitlichen Fertigstellungsvorgabe.

 

Die konkreten Nutzungsanforderungen sind neben einem 3-gruppigen Kindergarten, ein Mehrgenerationenhaus mit einem multifunktionalen Saal und einem kleinen Café/Treffpunkt, eine Tagespflege sowie Büroeinheiten und weitere Nebenräume. Zu finden war eine weitere Nutzung für einen Vermietungsbereich, die durch vorherige Gespräche in Ergänzung realisiert werden konnte. Daraus entstand ein Internat für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung.

 

Es werden zwei Gebäude geplant: Im vorderen Bereich des Grundstückes an der Weserstraße wird ein 4-geschossiger Bau für die soziale Mischnutzung und im hinteren Teil ein Gebäude für die Kindergartennutzung umgesetzt.

Aufgrund der Anforderung für eine nachhaltige Bauweise, sowie dem sich abzeichnenden ›Potenzial‹ der Novellierung der Landesbauordnung NRW mit Einführung Anfang 2018 wurde mit dem Bauherrn entschieden, einen der ersten viergeschossigen Holzbauten in NRW zu planen.

Architekt


Für den Holzbau wurden unterschiedlichste Konstruktionsmöglichkeiten untersucht. Unter anderem Nagelbrettkonstruktion, Brettschichtholzkonstruktion, Holzrahmenbauweise. Unterschiedlichste Aspekte, vor allem die Anforderungen des Brandschutzes (Rauchdichtigkeit der Deckenkonstruktion)  in Verbindung mit der gewünschten Sichtoptik, führten zu der Entscheidung, Brettsperrholz, hier mit der Firma Poppensieker-Derix Holzleimbau, das Produkt X-LAM zu wählen.


Unter Berücksichtigung der Budgetvorgaben, sowie der Nachhaltigkeitsaspekte war es entscheidend, den richtigen Mix für die ausgewogene Auslegung hinsichtlich der energetischen Qualifizierung des Gebäudes zu finden. Nutzerspezifische Anforderungen für das tägliche „Handling“ nach Fertigstellung (Betrieb) wurden entscheidend mit abgewogen. Nach Abwägung der Ergebnisse wurde entschieden, dass das Mehrgenerationenhaus eine wichtige Energiezentrale mit Anbindung an die Kita im separaten Gebäude erhält und ein KfW 55 Standard zur Ausführung kommt.

 

Nur durch die frühzeitige Einbindung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Spezialisten kann solch ein Ankerprojekt in nachhaltiger Bauweise gelingen. Wir haben alle an Bord und freuen uns auf eine zielorientierte Übergabe an den Bauherren Ende 2018.

 

Anlagentechnik

KfW 55 - Energiezentrale für beide Gebäude (auch Kindergarten) im MGH
Luftwärmepumpe/PV Anlage/ Abdeckung der Lastspitzen über Strom/ Pufferspeicher/ geregelte Be-und Entlüftung im MGH

Presse

Johanniter bauen naturnahe Kita, Neue Westfälische 22.07.'2017

Ende 2018 soll der Umzug erfolgen, Westfalen-Blatt 05.09.'2017